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Hans und Ilse-Breuer-Stiftung

Alzheimer-Forschungspreis für Versorgungsforscherin

11.10.2017
Prof. Steffi G. Riedel-Heller, MPH, Direktorin des Institutes für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP) der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig, mit Prof. Wolfgang Hoffmann, Leiter der Abteilung Versorgungsepidemiologie und Community Health des Instituts für Community Medicine an der Universitätsmedizin Greifswald und Kuratoriumsmitglied der Stiftung. (Foto: Hans und Ilse-Breuer-Stiftung)

Prof. Steffi G. Riedel-Heller (Universitätsklinikum Leipzig) ist mit dem diesjährigen Alzheimer-Forschungspreis der Hans und Ilse-Breuer-Stiftung ausgezeichnet worden.

Im Rahmen des Deutschen Kongresses für Versorgungsforschung ist die Versorgungsforscherin Prof. Steffi G. Riedel-Heller (Universitätsklinikum Leipzig) mit dem diesjährigen Alzheimer-Forschungspreis der Hans und Ilse-Breuer-Stiftung ausgezeichnet worden. Damit geht der mit 100.000 Euro dotierte Preis an eine Forscherin, die ihre wissenschaftliche Laufbahn ganz dem Verständnis der Epidemiologie, der Versorgung und der Prävention neurodegenerativer Erkrankungen gewidmet hat. 

Nach Einschätzung der Jury hat die Preisträgerin Forschungsprojekte entwickelt und geleitet, die zu den international größten prospektiven Studien in der älteren Bevölkerung gehören. Dabei konnte sie zentrale epidemiologische Kenngrößen neurodegenerativer Erkrankungen im hochaltrigen Alterssegment der deutschen Bevölkerung identifizieren. Dies habe ihr eine verlässliche Bestimmung der Prävalenz und Inzidenz demenzieller Erkrankungen sowie die Identifikation relevanter Risikofaktoren und -populationen ermöglicht. Die Untersuchung der klinischen Abfolge der einzelnen Stadien und der Entwicklung von Gen-Umwelt-Interaktionen hätten das Verständnis der demenziellen Erkrankungen in Forschung und Klinik, aber auch in der Allgemeinbevölkerung wesentlich vorangebracht. Ein Schwerpunkt war dabei die Analyse der ärztlichen und pflegerischen Versorgungsleistungen sowie deren Kosten.

„Aktuelle Forschung zur Prävention und Intervention neurodegenerativer Erkrankungen wären ohne die grundlegenden Studien von Prof. Riedel-Heller heute nicht realisierbar“, sagte Prof. Wolfgang Hoffmann von der Universitätsmedizin Greifswald, Kuratoriumsmitglied der Hans und Ilse Breuer-Stiftung. „Sie ist eine der wenigen Kolleginnen, die sowohl eine herausragende Klinikerin als auch eine enthusiastische Forscherin sind.“

Ihre langjährigen Erkenntnisse will sie nun in einer eigenen, international einmaligen multimodalen Interventionsstudie für Patienten mit einem hohen Demenzrisiko anwenden, um präventiv Risikofaktoren zu reduzieren und das Voranschreiten neurodegenerativer Erkrankungen zu verhindern.
 

Prof. Steffi G. Riedel-Heller, MPH, Direktorin des Institutes für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP) der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig, mit Prof. Wolfgang Hoffmann, Leiter der Abteilung Versorgungsepidemiologie und Community Health des Instituts für Community Medicine an der Universitätsmedizin Greifswald und Kuratoriumsmitglied der Stiftung. (Foto: Hans und Ilse-Breuer-Stiftung)