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Universitätsklinikum Münster

Polizeieinsatz für Nierentransplantation

28.09.2017
Foto: © animaflora, Fotolia.com
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Nach langem Warten auf eine Spenderniere verpasst 49-jährige Lingenerin beinahe das lebensrettende Organ: Ihr Kater hatte das Telefon stumm gestellt.

Von der Klinik den erlösenden Anruf zu erhalten, dass ein passendes Spenderorgan gefunden wurde, ist meist das Einzige, an das Wartende auf diese lebensrettende Nachricht denken können. Über acht Jahre zwischen Hoffen und Bangen verbrachte auch Christiane Datzert, die auf eine Niere wartete. Doch als für die Lingerin endlich ein passendes Organ gefunden war, verpasste sie den wichtigen Anruf des UKM (Universitätsklinikum Münster) – und wurde erst von der hinzugerufenen Polizei über die glückliche Fügung informiert. „Mein Handy funktionierte an diesem Tag nicht. Und als ich das Haustelefon kontrollierte, war es auf stumm gestellt. Mein Kater muss beim Spielen die Taste gedrückt haben, schließlich hatte ich bei jedem Anruf Hoffnung“, so die 49-Jährige.

Nachdem das UKM die Patienten über die üblichen Wege nicht erreichen konnte, alarmierte es die Polizei. „Erst habe ich mich gewundert, was die denn hier machen. Als sie mir dann aber die Nachricht brachten, dass endlich ein passendes Organ für mich gefunden sei, bin ich in Tränen ausgebrochen und habe ich mich einfach nur noch wahnsinnig gefreut“, so Datzert. Nach der Transplantation der Niere vergangenen Donnerstag scheint nun alles gut zu sein – überraschend gut: „Die neue Niere mag mich anscheinend. Die Ärzte sagen, dass meine Werte überdurchschnittlich seien“, freut sich die Lingenerin. Sie ermutigt die Bevölkerung, sich mit dem Thema Organspende bewusst auseinander-zusetzen: „Wie jetzt mir kann eine Organspende für viele Patienten die Chance auf ein zweites Leben bedeuten.“
 

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