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2. Fachtagung der Biotechnologie

Biotechnologie & Kosmetik

06.04.2017
Bild: © lily - fotolia.com

In enger Zusammenarbeit mit dem Studiengang Industrielle Biotechnologie der Hochschule Biberach beleuchtet die Fachtagung der Biotechnologie jedes Jahr eine andere Facette der weißen Biotechnologie, um auf der Seite der Industrie, aber auch der des akademischen Nachwuchses ein Bewusstsein für die Vielschichtigkeit der eigenen Disziplin zu schaffen.

In diesem Sinne sieht sich die Fachtagung Biotechnologie als Plattform für den Austausch zwischen Forschung und Industrie, Studierenden und Fachleuten. Als Hochschule für angewandte Wissenschaften sei die HBC interessiert daran, konkrete Fragestellungen aus der Branche zu analysieren und zu beantworten, so Professorin Dr.-Ing. Heike Frühwirth, Leiterin der Fachtagung und gleichzeitig Studiendekanin des Biberacher Bachelors Industrielle Biotechnologie.

In diesem Jahr haben sich Akademie und Hochschule Biberach für die Sparte „Kosmetikindustrie“ entschieden – entsprechend richtet sich die Fachtagung insbesondere an Kosmetiktechnologen, Chemiker, Mikrobiologen und Verfahrenstechniker. Dabei spricht die eintägige Veranstaltung Industrievertreter sowie Wissenschaftler an; an der Tagung nehmen auch Studierende, Lehrende und Forscher der Hochschule Biberach teil. Probiotische Kulturen und bioaktive Substanzen – die Anwendung der Biotechnologie in der Kosmetikindustrie ist mannigfaltig. Die Kosmetikindustrie kombiniert biotechnologisches, medizinisches und physiko-chemisches Wissen zu einem großen Ganzen.

Wie aber wirken biotechnologisch hergestellte Kosmetikartikel? Inhaltsstoffe aus Bakterien und Pilzen sowie Naturstoffe haben antioxidative Eigenschaften und wirken als Radikalfänger, vermindern oxidativen Stress und treten der Hautalterung entgegen, beschreibt Dr.-Ing. Heike Frühwirth. Andere Wirkstoffe aktivieren die Mikrozirkulation der Haut und verbessern die Nähr- und Sauerstoffversorgung. Diese Effekte werden z.B. von Michaela Axt-Gadermann (Hochschule Coburg) und Tilmann Reuther (Universität Hamburg) wissenschaftlich untersucht; ihre Ergebnisse stellen sie bei der Tagung ebenfalls vor.

„Grade die Kosmetikbranche ist ein ideales Betätigungsfeld für die Biotechnologie, klug ausgewählte Organismen sind in der Lage Produkte mit höchster Qualität selektiv herzustellen“, erläutert Professorin Frühwirth. Im Studiengang Industrielle Biotechnologie werde an der Herstellung von Pigmenten, die antioxidative Eigenschaften haben, mittels Algenbiotechnologie gearbeitet. Die Optimierung der Prozesse sei ein wichtiger Schritt, diese innovativen Produkte kostengünstiger herstellen zu können und damit eine größere Marktdurchdringung zu schaffen, so Frühwirth.
 

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